Vergleich mit Russland: Warum werden die Opferzahlen von Corona im Westen künstlich erhöht?

Auch wenn ich es nicht gerne tue: Ich schreibe heute zu COVID-19, denn mir ist aufgefallen, dass es ganz erhebliche Fragezeichen bei der Ermittlung der Todeszahlen gibt. Noch deutlicher ist der Unterschied, wenn man sich anschaut, wie die Medien in Russland und im Westen mit dem Thema umgehen. Ich sage es immer wieder: Ich verstehe […]

Vergleich mit Russland: Warum werden die Opferzahlen von Corona im Westen künstlich erhöht?

Lockdown hat laut Studie im UK zusätzlich 21.000 Menschen getötet

Die Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie hatten „erhebliche unbeabsichtigte Konsequenzen“ wie den fehlenden Zugang zu kritischer Gesundheitsversorgung und den Rückgang der Besucherzahlen in der Unfalls- und Notfallsmedizin. Laut einer Analyse des Amtes für nationale Statistiken hatte England im ersten Halbjahr 2020 die höchste Übersterblichkeit in Europa. Fast 2.700 Menschen pro Woche sind aufgrund der Auswirkungen des […]

Lockdown hat laut Studie im UK zusätzlich 21.000 Menschen getötet

Warum das „neuartige“ Coronavirus gar nicht so neuartig ist

Seit Jänner werden wir mehr oder weniger ununterbrochen medial mit einem Coronavirus traktiert, das nicht ohne das Adjektiv „neuartig“ daher kommen darf. Neuartig macht neugierig, kreiert Spannung, lässt Gefahr ahnen und macht einen Hauch von James Bond oder ‚Men in Black‘. Noch blieb es seriös, wobei die Unterstellung der Neuartigkeit gleich zu hinterfragen sein wird. […]

Warum das „neuartige“ Coronavirus gar nicht so neuartig ist

„Neue“ Normalität oder Rückkehr zur alten dank Herdenimmunität

Die brennendste Frage, die uns derzeit am meisten beschäftigt, ist, wann die Corona Pandemie vorbei sein wird, wann wir wieder zur alten Normalität zurückkehren können. Oder ob wir uns mit einer „neuen Normalität“ mit Maske, Abstand und ständig neuen Zahlen von Infektionen abfinden müssen. Und hier kommt das Wort Herdenimmunität ins Spiel. Die große Frage […]

„Neue“ Normalität oder Rückkehr zur alten dank Herdenimmunität

Schwedens Staatsepidemiologe Anders Tegnell im Interview: Warum in Schweden keine Masken getragen werden

Schweden hat mit seiner Methode mit der Corona Krise umzugehen vor allem in Europa heftige Kontroversen ausgelöst. Von totalem Misserfolg bis zu Vorzeigemodell gehen die Meinungen. Wird das schwedische Modell als Erfolg begriffen, so schneiden alle Regierungen, die harte Maßnahmen ergriffen haben, nicht besonders gut ab. Schweden ist eines der Ländder, die ohne Lockdown ausgekommen […]

Schwedens Staatsepidemiologe Anders Tegnell im Interview: Warum in Schweden keine Masken getragen werden

Corona Rätsel Asien – wenig Infektionen und kaum Todesfälle dank verbreiteter Immunität?

Herausragend in Südostasien sind Vietnam und Kambodscha, beide ohne Todesfälle, erstere mit, zweitere ohne Lockdown, sowie Laos ebenfalls ohne Todesfälle. Und insgesamt ist die Mortalität in den Ländern Südostasiens trotz einer Bevölkerung von 2314 Millionen gegenüber 601 Millionen Menschen in Europa weit geringer wie das Chart oben zeigt. Eine weit verbreitete Immunität durch Infektionen mit […]

Corona Rätsel Asien – wenig Infektionen und kaum Todesfälle dank verbreiteter Immunität?

Österreich testet mehr – USA schränkt Tests wegen Nutzlosigkeit ein

In Österreich wird deutlich mehr getestet als früher, offenbar ohne dass sich die Verantwortlichen und die Regierung über Sinn und Zweck klar sind. Die steigenden Tests haben natürlich auch zu steigenden „Fällen“ und diese wiederum für Reisewarnungen anderer Länder beigetragen. Die USA gehen nun evidenzbasiert einen anderen Weg und empfehlen sogar Tests zu unterlassen. So […]

Österreich testet mehr – USA schränkt Tests wegen Nutzlosigkeit ein

Final Countdown des Liberalismus

http://www.reitschuster.deGastbeitrag von Professor Felix Dirsch – 27.07.2020

Die freiheitliche Richtung des politischen Spektrums musste in den letzten Jahren einige Rückschläge einstecken – ungeachtet vom Auf und Ab in aktuellen Umfragen ist das Phänomen „Postliberalismus“ (Felix Böttger) etwas näher zu analysieren

Wenn man die politische Großwetterlage der Jahre 2019/20 zu skizzieren versucht, so darf der Hinweis auf die chronische Krise des Liberalismus nicht fehlen. Bei dieser Diagnose handelt es sich nicht um einen Schnellschuss. Natürlich: Der parteipolitische Arm des Liberalismus kennt Höhen und Tiefen. Mal zieht man ins Parlament ein, mal ist man draußen. So ist es verständlich, dass der FDP-Vorsitzende Christian Lindner vor knapp drei Jahren, nach dem Erfolg bei den Bundestagswahlen, seinem Buch „Schattenjahre“ den Untertitel „Die Rückkehr des Liberalismus“ gab. Wie schön, er ist also wieder da! Fragt sich nur wie lange.

Beim Sommerinterview 2020 gab sich der Chefliberale erstaunlich offen und wollte das Umfrage-Tief nicht schönreden. Wir dringen mit unseren Themen nicht durch, so sein ehrlich-pessimistisches Urteil. Und das schon seit einiger Zeit! So ist ein kurzer Blick auf Schwerpunkte der politischen Gegenwartsdebatte zu werfen.

Die strukturellen Probleme des Liberalismus sind langfristig angelegt und schon oft erforscht. Bekannt ist, dass sich diese altehrwürdige Richtung längst totgesiegt hat. Nichtliberale präsentieren sich gern als Freiheitliche. Alle geben sich liberal – wenigstens scheinbar. Wovon frühere Generationen nur träumen konnten, ein umfassendes Angebot an Konsumgütern und Dienstleistungen, mit wenigen Mausklicks zu erwerben, ist längst selbstverständlich. Sexuelle Präferenzen in beinahe alle Varianten werden seit geraumer Zeit geduldet. Freilich sind auch die Kehrseiten offenkundig: Der liberale Diskurs in den letzten zwei Jahrzehnten ist stark auf eine neoliberale Ausrichtung und auf den Markt verengt. Liberale sind stark, wenn das Gemeinwesen von mehr Kontinuität als von Diskontinuität geprägt ist, ein wenigstens relativer Fundamentalkonsens besteht, weitgehende soziale Harmonie und Optimismus herrscht, Ordnung und Normalität vorhanden sind und marktwirtschaftliches Denken dominiert.

Doch in den letzten Jahren machen sich verstärkt Konflikte in allen Staaten der westlichen Welt bemerkbar. Die Absichten des apertistischen Liberalismus rufen zunehmend Widerstände hervor. Darunter versteht man im Anschluss an den Soziologen Andreas Reckwitz eine Strömung, die neben dem Abbau von äußeren Handelsbarrieren innergesellschaftliche Schranken niederreißen will – zugunsten vermeintlich benachteiligter Gruppen wie Frauen, Homosexueller oder Migranten. Doch diese emanzipatorischen Bestrebungen offenbaren viele Nachteile. So konkurrieren oft sozial schwächere Schichten mit Einwanderern um Sozialbeihilfe, billigen Wohnraum und um Arbeitsplätze für Geringqualifizierte. https://www.youtube.com/embed/yvQG7mYPgjc?autoplay=0&mute=0&controls=1&origin=https%3A%2F%2Fwww.reitschuster.de&playsinline=1&showinfo=0&rel=0&iv_load_policy=3&modestbranding=1&enablejsapi=1&widgetid=1

Die Klimadebatte hat in den letzten Jahren drastisch an Fahrt aufgenommen – und apokalyptische Dimensionen offenbart. Betroffenheit in großem Stil bestimmt die Debatte. Spätestens seit dem Auftreten eines jugendlich-bezopften Pippi Langstrumpf-Verschnitts, medial gehypt und mit mächtigen Nichtregierungsorganisationen im Hintergrund, ist zu erkennen, dass die Thematik des Klimawandels ersatzreligiöse Züge angenommen hat. Propheten ohne Sachkenntnis bestimmen maßgeblich die Kontroverse und wirken als Galionsfiguren für die „große Transformation“. Diese wird seit knapp einem Jahrzehnt ganz offiziell propagiert. 2011 präsentierte der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung/Globale Umweltveränderungen ein Papier, das unter der Ägide des Potsdamer Klimaforschers Hans Joachim Schellnhuber die Zivilisation dekarbonisieren, mithin also auf völlig neue Grundlagen stellen will. Die nationalen Parlamente sollen aufgrund der Dringlichkeit der Menschheitsrettung möglichst außen vor bleiben. Demokratie erscheint etlichen Warnern vor einem neuen Katastrophismus als altmodisch und schwerfällig. Schon jetzt wird offen über einen Klima-Rat debattiert, der alle Gesetze auf Klimaverträglichkeit hin prüft und bei etwaigen Einwänden ein Vetorecht geltend machen kann. Astronomisch sind die Summen, die so planwirtschaftlich wie nur möglich umverteilt werden sollen.

Nun ist die Klimadebatte komplex. Eine Legion von Fachleuten hat Einwände gegen die These vom ausschließlich menschengemachten Klimawandel vorgebracht. In sehr kleiner Auswahl sind die Namen Thüne, Svensmark, Vahrenholt, Lüning, Ganteför, Bennert, Dahm und Kutschera anzuführen. Die Verfechter des Hauptstroms versuchen in der Regel, die große Zahl von „Häretikern“, die sich den Dogmen der Klimakirche nicht anschließen, zu diskreditieren statt sich mit ihren Inhalten auseinanderzusetzen. Auch der Verfasser dieser Zeilen hat sich gelegentlich kritisch mit der Thematik beschäftigt (siehe hier).

Üblicherweise wird darauf hingewiesen, dass ein großer Teil der Experten nicht offen gegen die Lehre vom menschengemachten Klimawandel seine Stimme erhebt. Das hat natürlich verschiedene Gründe, nicht zuletzt finanzielle, aber auch den Gruppendruck. Wenn es aber so zahlreiche Einwände gibt, so sind diese sorgfältig zu prüfen – ungeachtet der Tatsache, dass auf beiden Seiten Spezialisten zu finden sind.

Lindner ist klug genug, die Gefahren für eine freiheitliche Weltanschauung wahrzunehmen. Vorsichtig wagte er Kritik an den Klimarettern. Greta Thunberg solle die Thematik Profis überlassen. Der daraufhin einsetzende Shitstorm artikulierte sich so heftig, dass er bald zurückruderte, obwohl die Aussage kaum strittig sein dürfte.

Katastrophen- und Ausnahmesituationen waren zu allen Zeiten schlechte Phasen für Liberale. Zwar können die Corona-Einschränkungen schwerlich als Ausnahmezustandstand im staatsrechtlichen Sinn gedeutet werden, aber zumindest gilt der Lockdown als gefühlte Exzeption in Teilen der Bevölkerung. In solchen Lagen ist immer die Exekutive am Zug. Souveränität wird großgeschrieben. Der bekannte Staatsrechtslehrer und Liberalismus-Gegner Carl Schmitt hat zu Beginn seiner klassischen Schrift „Politische Theologie“ den Grundakkord angeschlagen: „Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet“, heute trifft vielleicht eher zu: Wer sich über Anordnungen hinwegsetzen kann, wie eine Gruppe von islamischen Gläubigen in Berlin während des Shutdowns, darf als mächtig gelten. Schmitt fordert Dezision. Den Liberalen unterstellt er, nur zu debattieren.

Doch Schmitts bedeutende Einlassungen stammen aus der Zeit vor 1949. Wer die Geschichte der Bundesrepublik überblickt, weiß, dass für deren politische Kultur Endlosdiskurse, das Zerreden aller Probleme, zu den Charakteristika zählen. Nicht zufällig ist der Hohepriester des Diskurses, Jürgen Habermas, der wichtigste deutsche Denker seit Jahrzehnten. Der Ausnahmezustand blieb hingegen ein Stiefkind der bundesrepublikanischen Staatsrechtslehre.

Während des Lockdowns wurden die Grundrechte in einem Maße eingeschränkt, das noch vor einem halben Jahr für unmöglich gehalten worden wäre. Selbst eher konservative Staatsrechtslehrer, von Hans-Jürgen Papier über Christian Hillgruber bis Dietrich Murswiek, gaben zu Protokoll, dass viele Maßnahmen unverhältnismäßig seien. Man könne nicht der gesamten Bevölkerung, so der Tenor, Beschränkungen auferlegen, wenn es möglich sei, Risikogruppen auf freiwilliger Basis zu isolieren. Es ist naheliegend, dass Lindner bereits früh die Aufhebung der Einschränkungen anmahnte. Er drang damit aber nicht durch, weil existenzielle Bedrohungen – wie verhüllt auch immer – autoritärem Agieren einen Anstrich von Legitimität verschafft. Die Masse goutiert fast umstandslos, wie Umfragen zeigen. Dabei ist öfters herausgestellt worden, wie groß die Gefahren sind, nach einem Sieg über das Virus „einen Ausnahmezustand als ein normales Paradigma des Regierens zu verwenden“, so der italienische Gelehrte Giorgio Agamben im Februar 2020.

Immerhin sind mittlerweile Einsichten in die Grenzen der Globalisierung Gemeingut. Vor allem den Abbruch von Lieferketten erkannte man als Gefahr. Immerhin setzte sich die Vorstellung durch, dass lebensnotwendige Güter im nationalen wie regionalen Kontext herzustellen seien – und nicht einfach in außereuropäische Gegenden ausgelagert werden können, will man die Bevölkerung nicht über alle Maße gefährden.

Es wäre ein Wunder gewesen, hätte nicht der gegenwärtig heftigste Opponent der offenen Gesellschaft seine Stunde in diesem Frühjahr schlagen gehört: Der im Westen weithin verhasste Wiedergänger von Thomas Manns genialer Gestalt des „Naphta“ im „Zauberberg“, der kremlnahe russische Politologe Alexander Dugin, hat bereits am Beginn weltweiter Anticorona-Maßnahmen einen Artikel veröffentlicht, der die globalistischen Kräfte als todbringend darstellt und die „Seuchengötter“ lobt. Letztere hätten stets in der Geschichte einen Neuanfang bewirkt. Die „offene Gesellschaft“ sieht er reif für die Infektion. Jeder, der Grenzen niederreißen wolle, bereite den Boden für die totale Auslöschung der Menschheit. Dies Sicht mag sehr überspitzt sein. Ein Körnchen Wahrheit steckt auch in einer solchen Perspektive.

Machtfaktor Massenpanik: Wie Politik und Medien ihre Herrschaft zementieren

http://www.peymani.de – Ramin Peymani – 20.07.2020

Ein Hoax ist eine Falschmeldung. Bevor der englische Begriff Eingang in die deutsche Sprache fand, nannte man dies schlicht Schwindel, wenn es besonders amüsant war, gerne auch Jux. Das Ganze spielte sich eher im privaten Bereich ab, man nahm damit andere auf die Schippe, wie etwa beim Aprilscherz. Aber auch medial kam der Hoax in Form von Zeitungsenten immer wieder mal vor, wenn zuvor schlampig recherchiert worden war. Heute gehört er zum journalistischen Standardrepertoire, und mangelhafte Recherche ist nur noch äußerst selten der Grund für Falschmeldungen. Auch die Politik bedient sich nach Belieben der Technik irreführender Verlautbarungen, deren konzentrierte Form im neudeutschen „Framing“ kulminiert. Medien und Politik sind zu siamesischen Zwillingen verwachsen, die erzeugten Zerrbilder ihr Herrschaftsinstrument. Ergebnisoffene Debatten sind dabei verpönt, Zweifel sowieso. Regierungskritik wird als demokratiefeindlich eingestuft. Das Ringen um die beste Lösung, eines der definierenden Elemente der Demokratie, findet nicht mehr statt. Um ihre eigenen Falschmeldungen von denen anderer abzugrenzen, bedient sich die polit-mediale Kaste des „Fake News“-Begriffs. Wo immer er verwendet wird, weiß heute jedes Kind in Deutschland sofort: Hier geht es um Andersdenkende, die die vorgegebenen Wahrheiten kritisch hinterfragen. Innerhalb weniger Jahre wurde das Narrativ erschaffen, dass man diesen Menschen keinen Glauben schenken sollte. Man braucht ihnen nicht einmal zuzuhören. Was sie äußern, ist allein deswegen falsch, weil es sich nicht mit der veröffentlichten Meinung und den offiziellen Regierungsmitteilungen deckt. Ein beachtlicher Anteil der Bürger ist damit aus dem Diskurs verbannt worden.

Mit dem Stilmittel der Panikmache ist es Medien und Politik gelungen, ein Millionenheer von Gegnern zu entzweien

Mit dem Corona-Virus hat sich die tiefe Spaltung zwischen der polit-medialen Szene und Teilen der Bevölkerung weiter manifestiert. Doch die Strategen in der unter Druck geratenen Bundesregierung haben es geschafft, Corona für sich zu nutzen. Dabei kommt ihnen ein ungeschriebenes Gesetz zu Hilfe, nach dem sich die Mehrheit in Krisenzeiten hinter ihrer Regierung versammelt. Assistiert von Medien, vor allem den staatlichen, die ein Horrorszenario etabliert haben, ist hierzulande das große Lager der Regierungskritiker zerschlagen worden. Divide et impera – teile und herrsche! Schon die alten Römer hatten dieses Prinzip perfektioniert. Mit dem Stilmittel der Panikmache ist es Medien und Politik gelungen, ein Millionenheer von Gegnern zu entzweien – in eine Gruppe, die nach wie vor rational agiert, und eine andere, die vor Angst keinen klaren Gedanken mehr fassen kann. Und hier kommt der Hoax ins Spiel, das bewusste Verzerren der Realität. Nein, ich leugne Corona nicht. Ich bin davon überzeugt, dass es das Virus tatsächlich gibt. Ich bin mir auch sicher, dass es bereits seit einem Jahr existiert und sich in der ganzen Welt verbreitet hat. Wer dies negiert, ist tatsächlich kein adäquater Diskursteilnehmer. Einiges aber bestreite ich, nachdem ich mich zwar als Laie, aber mit unendlichem Fleiß in das Thema eingearbeitet habe: Ich bestreite, dass dieses Virus es rechtfertigt, Menschen eines Teils ihrer Grundrechte zu berauben. Ich bestreite, dass es angemessen war, ganze Volkswirtschaften zum Stillstand zu bringen und den massivsten Weltwirtschaftseinbruch seit fast 100 Jahren herbeizuführen. Und ich bestreite, dass es weiterer drakonischer Maßnahmen bedarf. Es ist ein fataler Irrweg, Politik danach auszurichten, jedes einzelne Leid verhindern zu wollen.

Die Unanständigen sitzen nicht im hinteren Publikum, sie sitzen in der ersten Reihe und sehen mit dem Zweiten besser

Ich höre sie schon, die Rufe der Zeugen Coronas: „Unsolidarisch!“, „Unverantwortlich!“, „Egoistisch!“ Wer die lebensverändernden Regulierungen hinterfragt, während Reporter sabbernd von weltweiten Infektionsrekorden und galoppierenden Todesfallzahlen berichten, gilt als unanständig. Doch wer ist hier unanständig? Sind es nicht eher diejenigen, die Panik erzeugen, statt sachlich zu informieren? Sind es nicht Politiker, denen immer neue Kennzahlen einfallen, um drastische Einschränkungen zu rechtfertigen? Sind es nicht Journalisten, die mit falschen Bildern tricksen und mit Horror-Headlines täuschen? Nein, liebe Leser, die Unanständigen sitzen nicht im hinteren Publikum, sie sitzen in der ersten Reihe und sehen mit dem Zweiten besser. Und sie sitzen in Berlin, wo sie vorsorglich bereits einen tiefen Wehrgraben errichten lassen. Wer im Bewusstsein der Falschdarstellung von Corona-„Kranken“ statt Corona-„Infizierten“ spricht, wer so tut, als sei eine immer weiter ansteigende Zahl festgestellter Infektionen bei fortlaufend ausgeweiteten Testkapazitäten und einem geringen Anteil schwerer Verläufe die Vorstufe zum Armageddon, wer über ein halbes Jahr nach den ersten Fällen immer noch Statistiken führt, die jeden als Corona-Toten erfassen, der irgendwann an irgendetwas verstorben ist, selbst wenn er zuvor längst genesen war und durch einen Unfall zu Tode kam, der ist hochgradig unanständig! Es ist bedrückend, dass die Masche derart breit verfängt. Fast scheint es, als suhlten sich viele Bürger dieses Landes geradezu in der Corona-Panik. Die „German Angst“ trägt endlich das Gütesiegel der Politik, das bei der Sorge vor der millionenfachen Zuwanderung noch so vehement verweigert worden war.