Deutsche Journalisten in der Coronakrise: Die schlimmsten Versager seit Gutenbergs Zeiten

http://www.journalistenwatch.com vom 14.08.2020

Um keine noch so dumme Ausrede verlegen sind deutsche Medienschaffende, wenn es darum geht, Corona – koste es was es wolle – als dauerhafte Riesenbedrohung auszumalen. Inzwischen ticken die meisten von ihnen so, dass sie jeden Anlass zur Hoffnung, jedes Zeichen von Entwarnung als einen persönlichen Angriff empfinden und meinen, die Gegenmeinung entkräften und ins Lächerliche ziehen zu müssen. Wer braucht schon eine Corona-Warn-App, wenn wir zehntausende deutsche Corona-Warn-Journalisten haben?

Ein besonders groteskes Beispiel für den Zwangsrelativismus, mit dem jede potentiell ermutigende und auf Normalisierung hindeutende Meldung entsprechend „eingeordnet“ und in Zweifel gezogen wird, lieferte gestern wieder „n-tv„, das neben „Focus“ agilste Corona-Medium mit täglichen Horror-Bulletins zum Virus. Dort wurde die Meldung, dass immer weniger Menschen an Covid-19 sterben und in Deutschland mittlerweile weit unter zehn Prozent der Covid-19-Patienten stationär behandelt werden (und von diesen wiederum nur ein Bruchteil intensivmedizinisch) und fast niemand mehr der Krankheit zum Opfer fällt, gleich mal zerpflückt.

Viele glauben, das Coronavirus sei harmlos oder nicht mehr so gefährlich wie früher, weil trotz steigender Neuinfektionen weniger Menschen an Covid-19 sterben…. viele Gegner der einschränkenden Corona-Maßnahmen sagen, das Coronavirus sei gar nicht so gefährlich wie behauptet wird. Zumindest sei es jetzt nicht mehr so tödlich wie im Frühjahr„, fasst Autor Klaus Wedekind den Befund zusammen – und spielt sogleich den Party-Popper: „Das scheint auf den ersten Blick plausibel zu sein, doch so einfach ist die Sache nicht.“ Dann geht er ins Detail: Früher seien ja „weit weniger Covid-19-Fälle identifiziert wurden, also vor allem solche mit klaren Symptomen„. Die Rate sei also alleine schon deswegen etwas zurückgegangen, weil sich das Verhältnis von registrierten Infektionen zu Todesfällen verändert hat.

Es ist die Robert-Koch-Methode: Obwohl kerngesunde, etwa an einem Unfall verstorbene Menschen, bei denen postum Sars-CoV2-Virustrümmer im Blut gefunden wurden, als „Infizierte“ auf Basis fehleranfälliger Tests geführt und somit als „Corona-Tote“ bezeichnet werden, obwohl statistisch Tote am Fließband produziert werden (während andere Todesarten entsprechend zurückgehen, Grippe-, Herz-Kreislauf-Tote oder an Vorerkrankungen Verstorbene Alte und Risikopatienten etwa), soll es immer noch zu wenige, nicht etwa zu viele „Corona-Tote“ geben.

Auch wenn die Seuche heilbar ist: tödlich bleibt tödlich

Das schwachsinnigste Argument Wedekinds aber folgt auf dem Fuße: „Ein weiterer Grund für die drastisch gesunkene Todesrate unter Covid-19-Patienten sind die verbesserten Behandlungsmethoden. Am Anfang wurden die Ärzte von einer Krankheit überrascht, die ihnen viele Rätsel aufgab. Das tut sie zwar noch immer, aber inzwischen hat die Medizin dazugelernt.“ Soll also wohl heißen: Inzwischen ist vieles behandelbar, doch deshalb ist die Krankheit trotzdem tödlich. Mit dem Argument müssten dann alle heute heilbaren Krankheiten, von der Blinddarmentzündung bis zu Tetanus, sofort wieder zu tödlichen Menschheitsbedrohungen erklärt werden – es stirbt zwar keiner mehr dran, aber schließlich nur, weil die Medizin heute erfolgreiche Behandlungsmethoden kennt.

Nicht nur solche listigen Winkelzüge durch Scheinargumente wie hier bei „n-tv“ zeigen die ungute Voreingenommenheit von Journalisten, die heute eher Aktivisten sind. Auch die Schlagzeilen zu Corona, die fast nur noch aus der unkritischen Übernahme von Presseverlautbarungen regierungsnaher Institutionen bestehen, sind immer dieselben und gleichen einander aufs Haar. Ein zufälliger Blick auf eine Google-Suche zum Thema aktuelles Infektionsgeschehen macht dies deutlich (in diesem Fall von gestern, derselbe Eindruck lässt jedoch zu jeder beliebigen Zeit reproduzieren):

Der „Dauerbrenner“, schiere Zahlen von Neuinfektionen ohne Angaben zu erhöhten Tests oder geänderten Testkriterien zu vermelden, auch etwa zumeist mit keiner Silbe auf die Ungenauigkeiten der PCR-Testkits einzugehen, zeugt von einer höchst unwissenschaftlichen und unethischen Arbeitspraxis vieler sogenannter „seriöser“ Medien. Sie geben nur noch das weiter, was offizielle Stellen verkünden, ohne zu hinterfragen, ohne zu analysieren, ohne Widersprüche aufzudecken.

Offene Fragen, die keiner stellthttps://ecdn.firstimpression.io/static/html/obd_banner.html

Und die gibt es en masse: Wieso verbreitet sich das Virus nun plötzlich angeblich wieder an der frischen Luft – womit Urlaub, Feste im Freien, Zusammenkünfte im Grünen au einmal wieder zum Risiko werden? Wieso verbreitet sich das Virus angeblich gerade jetzt wieder, wo doch alle eine vermeintlich schützende Maske tragen – respektive: Wieso wird nun plötzlich wieder auf Aerosole und sogar freie Viren in der Luft verwiesen, die angeblich Hauptinfektionswege sind – womit die Masken (außer FFP-Standard) selbst nach der Argumentation ihrer Befürworter grundsätzlich wirkungslos sind? Wieso verbreitet sich das Virus nicht so in Badeanstalten, am Meer, auf Demos – aber an der frischen Luft? Wieso ist das Virus besonders bei Urlaubern so verbreitet – womöglich deshalb, weil sie alle getestet werden? Warum interessiert sich eigentlich keiner mehr für die Kranken – weil es sie nicht gibt?

All dies wären offene Fragen, die eine kritische Presse längst in den Mittelpunkt ihrer Berichterstattung zu einem solch global einschneidenden Thema wie Corona gerückt hätte. In Deutschland werden sie allenfalls von denen gestellt, die – von eben dieser Presse – genau dafür kriminalisiert, ausgegrenzt, lächerlich gemacht oder zu minderbemittelten, paranoiden Vollidioten gestempelt werden. Damit ist über die öffentliche Debatte zum Jahrhundertereignis „Pandemie“ auch schon alles gesagt. (DM)

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