HYSTERIE – DIE DEUTSCHE KRANKHEIT

http://www.spaet-nachrichten.de vom 18.09.2020

NAZIS, CORONA, MORIA UND DIE BLONDE DIANA

Unter Hysterie versteht die Psychologie eine neurotische Störung, die unter anderem mit oberflächlicher, labiler Affektivität (deutsch: Gefühlsdusseligkeit) und einem hohen Bedürfnis nach Geltung und Anerkennung einhergeht. Der alte Grieche (nicht der Alte bei ihrem Lieblingsgriechen!) verband die Hysterie noch zuvorderst mit dem Weibsvolk, und auch Sigmund Freud wollte nicht ganz von dieser Idee lassen. Wir können heute feststellen, dass auch weiße, alte Männer genauso hysterisch sind wie alte, weiße Frauen. Ein Blick in die Tagespresse genügt als Forschungsbeweis.

Staatsgefährdende Hysterie am Beispiel der alten Tante Reul

Gestern berichteten wir von den „Chats, über die (Polizei-)Beamte Fotos von Hakenkreuzen und Adolf Hitler verschickt haben sollen“ (Welt). Offenbar haben sich Ermittler einer Sondertruppe nach Art der Geheimen Staatspolizei aufgeführt, denn „manche Beschuldigte und deren Angehörige sollen die Situation rund um die Durchsuchung nicht verkraftet und einen Zusammenbruch erlitten haben“. Deshalb musste in mehreren Fällen „psychosoziale Unterstützung“ angefordert werden (Spiegel).

Für die alte Tante Reul (Homeland-Innenminister) besonders schlimm, dass niemand aus der Dienstgruppe in Mülheim-Ruhr (Chat-Nest!) das Vergehen anprangerte. „Wer schweigt, ist mitschuldig“, so das Urteil von Reul, einem Lehrer für Pädagogik und Soziologie (gottseidank seit langem beurlaubt), der damit gleich ein philosophisches Fass aufmacht.

Konfuzius sagt, wir haben eine größere Verpflichtung gegenüber denen, die uns nahestehen als der Gesellschaft im Ganzen gegenüber. Sokrates hingegen fordert die Befolgung aller Gesetze, auch der unsinnigen und ungerechten. Was tun? (Wir danken Dr. Sheldon Cooper für diesen Hinweis.)

Dass Hysterie selbst in vergleichsweise jungen Jahren auftritt, zeigt niemand so deutlich wie Söders Markus, der Franke mit der Maske. Der randalierte derart herum, dass sich selbst Schäubles Wolfgang, ein eher berechnender Typ, dazu durchrang, im Bundestag das Maskentragen zu empfehlen. Der alte Fuxx hatte aber erkannt, dass die Maßnahmen bei einem neuen Feindbild hilfreich sind: Der Maskenverweigerer ist an allem schuld.

Schon meldet die Hauptstadtpresse, ein AfD-Abgeordneter aus Brandenburg und ein Mitarbeiter wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Das haben die jetzt davon, dass die AfD ihren Mitarbeitern im Reichstag das Aufzäumen freistellte. Ha! Positive Spezialdemokraten gibt es nämlich nicht!

Übrigens. Wir haben inzwischen so viele Leser, dass dieser Hinweis nötig ist: Wir coronaleugnen gar nichts, wir sagen nur, die Bestatter sind in Kurzarbeit und die Intensivstationen leer. Mehr nicht.

Eher lethargisch kommt Olaf Scholz daher, was uns allerdings auch nicht hilft. Die rote Null will weitere 100 Milliarden Schulden aufnehmen. Der Bundestag darf dann noch zwei Fragen stellen und schließlich wieder abnicken. Mit oder ohne Maske. So geht Business.

Aber ganz knusper ist der Olaf auch nicht. Gestern bei Illner. Scholz freut sich auf den Wirecard-Untersuchungsausschuss. Nebenbei insinuiert er, dass die Wirtschaftsprüfergesellschaft Ernst & Young „für viel Geld“ versagt habe, und nicht er oder sein Ministerium. Das verstehen Spezialdemokraten sofort: Verbrecherische Unternehmen werden von Privatunternehmen für „sehr viel Geld“ kontrolliert – das kann ja nichts werden. Genossenlogik, und natürlich falsch.

E&Y berichtete dem Wirecard-Aufsichtsrat bereits im Februar 2019 von vermeintlichen Scheinbuchungen und möglichen Scheingeschäften im Asiengeschäft, von fingierten Umsätzen, manipulierten Verträgen, von Buchungen ohne wirtschaftliche Substanz und mehr.

Der Aufsichtsrat unternahm nichts, ebenso wenig die unabhängige Abschlussprüferaufsichtsstelle (Apas), die beim Wirtschaftsministerium angesiedelt ist.

Wenigstens die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (kurz: BaFin) – Aufsichtsbehörde des Olaf-Scholz-Ministeriums – wurde aktiv. Also nicht direkt die Behörde, sondern Mitarbeiter derselben. Die zockten fleißig mit Wirecard-Aktien und Derivaten. War ja auch zu verlockend.

Sie haben Geld bei Wirecard verloren? Da tröstet es Sie vielleicht, dass auch der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) auf wertlosen Wirecard-Papieren sitzt.

Warum Olaf Scholz sich nun aber auf den Ausschuss freut, entzieht sich unserer Kenntnis und Phantasie. Vielleicht weil er weiß, dass da eh nichts bei rumkommt.

Hysterie-Forschung
Leider liegen keine wissenschaftlichen Untersuchungen darüber vor, ob die Hysterie in Allemannja und im Großraum Brüssel besonders verbreitet ist. Solche Forschung wird ja nicht subventioniert, dabei wäre sie heute wichtiger denn je. Die Verhaltensunterschiede zum Rest der europäischen Welt anlässlich Moria sind jedenfalls frappant: Der Innenhorst schimpft wie ein Rohrspatz und „Merkel zeigte sich aufgebracht wie lange nicht“ (Spiegel), weil die anderen Europäer nicht aus der Ruhe zu bringen sind.

Anekdoten am Lagerfeuer (siehe SN gestern)
Eine Leserin erzählt: „Ich habe 25 Jahre in NRW in der CDU-Spitzenpolitik gearbeitet. Wissen Sie, wie die beiden damaligen Fraktionsvorsitzenden Laschet und Laumann hinter vorgehaltener Hand genannt wurden? Lasch & Lau.“

Übrigens, dass sie in Berlin spotten „Jens Spahn heißt jetzt Barbra“ ist wohl eher ein Gerücht, das womöglich wegen des Streisand-Effekts anlässlich des Spahnschen Villenkaufs aufgekommen ist.
(Streisand-Effekt: ungeschickt angesetzter Versuch, eine unliebsame Information zu unterdrücken, der das Gegenteil erreicht, indem das Vorgehen eine öffentliche Aufmerksamkeit erzeugt, die das Interesse an der betreffenden Information und deren Verbreitung deutlich steigert. Wikipedia)

Das Gesicht von Moria ist eindeutig die blonde Diana, 8. Großes Rührstück in Bild. Mit keinem Wort aber beantworten die Journos die Frage: Wie kommen die Afghanen zu einem strohblonden Mädchen mit grünen Augen? Entführt? War Boris in Afghanistan Tennis spielen?

Muss nicht sein. Denn nach dem Dictionaire des Sciences Anthropologiques finden sich unter den Belutschen vereinzelt Hellhäutige, Hellhaarige, Grau- und Blauäugige.