Generelle Impfpflicht – von Nicole Gerschau


Impflicht für alle. Kommt sie nun oder nicht? Ich frage mich mittlerweile ernsthaft, ob das bedeutet, dass die Polizei eines Tages an meine Tür hämmert, mich fixiert und mir dann ein Arzt gegen meinen ausdrücklichen Willen eine Spritze setzt? Danach komme ich für sechs Monate in Zwangsquarantäne, weil ich noch nicht vollständig geimpft bin und mir somit das Recht auf einen Antigentest nicht zusteht?
Sind meine Gedanken zu dystopisch?

Und ich frage mich: Was ist aus diesem Land geworden?
Was passierte mit „Einigkeit und Recht und Freiheit?“
Einigkeit ersetzt durch geförderte Spaltung.
Recht ist das Recht des Stärkeren, die Minderheit zu mobben.
Freiheit wurde mir genommen durch die vielen Verbote.

Und die Geimpften schauen weg und sagen: „Gut so! Geschieht denen recht! Endlich wird hart durchgegriffen und unsere Politik verhält sich heldenhaft.“

Apropos Heldentum: Ich kann mich erinnern als Pflegekräfte für ihren unermüdlichen Einsatz für Menschen gelobt wurden. Auf wen werden in Zukunft Loblieder gesungen werden? Auf Politiker, die für die Rechte der Geimpften einstehen und diese mit brachialen Mitteln durchsetzen?Oder auf Polizeikräfte, die sich vor Geschäften aufbauen und Menschen nach ihren Impfausweisen fragen?
Was ist mit meinem Recht auf körperliche Unversehrtheit in meiner Dystopie? Wo ist der Schutz der Schwächeren und Minderheiten?
Wenn das alles verschwunden ist: Was unterschiedet eine Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland dann noch von einem Unrechtsstaat?

Und dann frage ich mich, wenn das alles hier, dieses Chaos, vorbei ist: Wie gehen wir mit der neu geschaffenen Realität um? Wie arbeiten wir das Geschehene als Gesellschaft auf? Können wir denen vergeben, die Unrecht an uns begangen haben?
Falls jemand ehrlich glaubt, dass die Spaltung nach all dem begangenen Unrecht leicht wieder zu kitten geht, den bewundere ich zutiefst. Ich jedenfalls werde nie mehr vergessen können, was hier in diesem Land geschehen ist. Wie mich Menschen, die ich jahrelang kannte, schlecht behandelt und mir Schimpfnamen gegeben haben. Wie jeder denkt, er müsste mich belehren, dass die Impfung doch nur ein Piks sei und mit mir sprechen, als wäre ich ein obstinates Kind. Die Situation, als meine ungeimpfte Freundin vor mir stand, mit Tränen in den Augen, und sagte: „Ich kann nicht mehr. Dieser Druck, dieser Hass… ich schaffe das nicht mehr. Ich habe Angst, trotzdem überlege ich, mich impfen zu lassen. Aber mein Kind bekommen sie nicht in die Hände.“

Wie will die Politik ihr kopfloses Verhalten in einigen Jahren erklären? Vielleicht folgendermaßen:„Damals wussten wir es nicht besser.“ „Wir mussten handeln und die Bevölkerung schützen.“ „Wir dachten, alle zur Impfung zu veranlassen und andere Expertenmeinungen zu ignorieren wäre der richtige Weg.“ „Wir sind nur unserem Gewissen gefolgt.“

Ich sage euch ganz ehrlich: dieser Zug ist bei mir abgefahren. Es gibt für mich keine Entschuldigung, Rechtfertigung oder Akzeptanz für das asoziale Verhalten der Impftreiber. Keine Toleranz für Mobbing, Diskriminierung und Lügen durch den Staat. Wenn ich könnte, würde ich sie rechtlich verfolgen, wenn das alles hier vorbei ist. Mit allen mir legal zur Verfügung stehenden Mitteln. Und ich hoffe, viele von Euch werden es auch so sehen.


Die Letzten werden die Ersten sein.


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