Ein Kommentar zu „Warum ist nicht jeder in Bangladesch an COVID gestorben? – uncut-news.ch

  1. Die Infektionszahlen in Bangladesch lassen sich in keiner Weise mit unseren vergleichen, einfach weil sie größtenteils gar nicht erhoben werden. Einmal, weil es dafür keinerlei Infrastruktur im Land gibt, vor allem aber, weil es auch politisch nicht gewollt ist, den Zustand der Bevölkerung publik zu machen.
    Was aber wahrscheinlich stimmt ist, dass in Bangladesch im Verhältnis zur Einwohnerzahl weniger Menschen an COVID gestorben sind, als in europäischen Ländern. Das liegt zum großen Teil an der Altersstruktur der Bangladeshi – es gibt dort einfach viel weniger sehr alte Menschen.
    Es stimmt auch, dass es in Bangladesch eine Art ‚Durchseuchung‘ gibt…. notgedrungen. Allerdings zu einem sehr hohen Preis: Die allermeisten Infizierten, die ärztliche Versorgung bräuchten, haben dort keinerlei Chancen auf ein Krankenhausbett, geschweige denn Sauerstoff-/Medizin-Versorgung. Nicht nur, weil die Kapazitäten fehlen (was auf jeden Fall so ist), sondern auch, weil sich die Menschen Ärzte und Krankenhäuser schlicht nicht leisten können.

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